Markt & News

Markt­situation Tellur

China ist der mit Abstand größte Produzent von Tellur und hat damit eine dominierende Stellung auf dem Weltmarkt. Wie hoch der chinesische Anteil tatsächlich ist, lässt sich jedoch nur schwer bestimmen, da für mehrere Produktionsländer keine verlässlichen Angaben vorliegen. Nach Schätzungen des United States Geological Survey (USGS), der US-amerikanischen Behörde für geowissenschaftliche Daten und Rohstoffstatistiken, entfielen 2025 rund 80 Prozent der erfassten weltweiten Produktion auf China. 

Seit Februar 2025 gelten in der Volksrepublik Exportkontrollen für Tellur. Betroffen sind metallisches Tellur sowie bestimmte Verbindungen wie Cadmiumtellurid, Cadmium-Zink-Tellurid und Quecksilber-Cadmium-Tellurid. Für ihre Ausfuhr ist eine staatliche Genehmigung erforderlich. China begründet die Maßnahmen unter anderem mit der nationalen Sicherheit und dem Dual-Use-Charakter der betroffenen Produkte, die sowohl zivil als auch militärisch genutzt werden können. 

Besonders relevant sind die Exportauflagen für die Photovoltaik, da Cadmiumtellurid in Dünnschicht-Solarzellen eingesetzt wird. Gleichzeitig lässt sich das Angebot nur begrenzt ausweiten, da Tellur überwiegend als Nebenprodukt bei der Raffination von Kupfer gewonnen wird.

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Neuere Entwicklungen

Infolge der seit Februar 2025 geltenden chinesischen Exportkontrollen hat sich die Verfügbarkeit von Tellur auf dem Weltmarkt verschlechtert. Für Ausfuhren müssen seitdem Genehmigungen beantragt sowie Angaben zum Endnutzer und zur Verwendung des Materials gemacht werden. 

Die Maßnahmen treffen einen ohnehin kleinen und stark konzentrierten Markt. Da China den größten Teil der weltweiten Tellurproduktion stellt und das Metall überwiegend als Nebenprodukt gewonnen wird, lassen sich Ausfälle oder Verzögerungen bei chinesischen Lieferungen kurzfristig nur schwer ausgleichen. 

Ausblick zur Versorgungs­lage bei Tellur

Künftige Versorgungsengpässe sind nicht auszuschließen. Diese könnten insbesondere die Solarindustrie betreffen, denn Tellur wird für die Herstellung von Cadmiumtellurid-Dünnschichtmodulen benötigt. Mit dem weltweiten Ausbau der Photovoltaik dürfte die Nachfrage weiter steigen. 

Gleichzeitig lässt sich das Angebot nur begrenzt ausweiten, da Tellur überwiegend als Nebenprodukt der Kupferraffination gewonnen wird. Das US-Energieministerium geht daher davon aus, dass die Nachfrage ohne einen deutlichen Ausbau der Produktionskapazitäten künftig das Angebot übersteigen könnte. 

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