Produktion

Vorkommen

Wenige Daten trotz wichtiger Rolle

Die jährliche Produktion von Tellur ist mit geschätzten 1.000 Tonnen sehr begrenzt. Die tatsächliche Menge ist nur schwer zu ermitteln, da das Technologiemetall hauptsächlich als Nebenprodukt bei der Raffination von Kupfer gewonnen wird. Zudem liegen für einige Produktionsländer keine verlässlichen Angaben vor. Mehr als 90 Prozent des Tellurs stammen aus sogenannten Anodenschlämmen, die bei der elektrolytischen Raffination von Kupfer anfallen. 

Gewinnung

Aus Anodenschlamm wird hochreines Tellur

Tellur wird meist nicht gezielt abgebaut, sondern fällt bei der Verarbeitung von Kupfer als Nebenprodukt an. Bei der elektrolytischen Raffination von Kupfer sammeln sich Tellur und andere Begleitelemente in sogenannten Anodenschlämmen am Boden der Anlage. 

Diese Rückstände werden anschließend in mehreren Schritten behandelt, um das Tellur von anderen enthaltenen Metallen zu trennen. Dazu werden die Anodenschlämme erhitzt und mit Säuren oder Laugen aufbereitet. Das Tellur wird dabei herausgelöst und anschließend weiter gereinigt. Als Zwischenprodukt kann unter anderem Tellurdioxid entstehen, aus dem schließlich metallisches Tellur gewonnen wird. 

Für Anwendungen in der Photovoltaik, Thermoelektrik oder Elektronik muss das Tellur besonders rein sein. Deshalb folgen weitere Aufbereitungsschritte. Aus dem hochreinen Metall lassen sich anschließend tellurhaltige Verbindungen wie Cadmiumtellurid für Dünnschicht-Solarzellen oder Bismuttellurid für thermoelektrische Bauteile herstellen.